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über mich

und meine kunst

She

is a wild tangled forest with temples and treasures concealed within.

Mein Name ist Maria und ich bin die Frau hinter all diesen Kunstwerken.

Viele Jahre funktionierte ich wie ein Uhrwerk – als Ehefrau, Mutter und Angestellte. Mit Anfang 30 war ich unglücklich, hatte mich selbst verloren und wusste weder, wann das genau passiert war noch, wie und wo ich mich wiederfinden sollte.

Heute bin ich vieles – Künstlerin, Kakaoseele, Tochter der See. Ich bin Mama auf Augenhöhe, Partnerin, ohne meine Autonomie aufzugeben, Muse für mich selbst und Hüterin für andere. Und ich teile meine Kunst aus ganzer Fülle, um dich und andere Frauen zu inspirieren und auf dem Weg in deinen inneren Musengarten und zurück zu Sinnlichkeit und Freude zu begleiten.

Schoß­raum­heilung

Wie meine Vulva anfing zu lächeln.

Mein eigener Weg zurück in Verbindung mit meiner weiblichen Kraft dauerte etliche Jahre. Ich bin mit 35 erstmals in liebevolle Zuwendung mit meinem eigenen Körper gegangen und hab anfangs kaum etwas gefühlt. Mit 36 hatte ich den ersten Orgasmus meines Lebens. Mit 37 habe ich meine hormonelle Verhütung abgesetzt, um meinen Zyklus wiederzufinden, kennenzulernen und zu verstehen. Außerdem habe ich endlich den Mut gefunden, mich mit meiner Kunst öffentlich zu zeigen.

Mit 38 habe ich das erste mal mit meinem Periodenblut gemalt und eine Ahnung davon erhalten, wie sich Selbstwert wahrhaftig anfühlt. Mit 39 habe ich Period Art kreiert und veröffentlicht, weil ich mir aus tiefstem Herzen wünsche, dass auch andere Frauen diese Erfahrung machen können.

Meinen 40. Geburtstag habe ich als Frauenkreis mit Cacao-Zeremonie unterm Sternenhimmel gefeiert. Außerdem war mein Selbstwert so weit gestiegen, dass ich meinen alten Bürojob kündigte, um in einen neuen kreativen zu starten.

Mit 41 habe ich erstmals Vulva-Portraits von und für andere Frauen gemalt und mit 42 war ich endlich so überzeugt vom Wert meiner Bilder, dass ich ein ganzes Orakelkartendeck aus ihnen kreierte.

All diese Schritte wirken vielleicht, als hätte ich sie einfach abgearbeitet, wohlwissend, wohin mein Weg geht – aber Tatsache ist, zwischen jedem Schritt lagen Prozesse aus Rückschritten, Angst und Scham. Und Mut. Immer wieder Mut. 

Malen ist meine erste Sprache

Während der Pinsel übers Papier gleitet und einen Fluss aus Farbe malt.

Gemalt habe ich immer. Egal, auf welchen Lebensabschnitt ich zurückblicke, Welten aus meinem Inneren zu erschaffen, war mir immer Sehnsucht und Zuflucht.

Doch wo ich früher eher für andere und das „schöne Ergebnis“ malte, Druck in mir erzeugte und die Freude beim Malen oft auf der Strecke blieb, kreiere ich heute aus meinem inneren Reichtum, meiner grenzenlosen Fantasie und der Verbindung zu meiner Weiblichkeit heraus.

Malen ist mein schönster Ausdruck. Meine ehrlichste Sprache. Wenn ich male, dann ergibt alles Sinn. Dann fließt aus meinen Tiefen, was sich schöpfen möchte. Dann entsteht eine neue kleine Welt, in der ich Schönheit, Mut oder Zartheit wiederfinde.

Wenn ich male, bin ich ganz ich.

Period Pride

Menstruationsblut fühlt sich an den Fingern völlig anders an als gewöhnliches.

Als ich mich vor vielen Jahren auf den Weg begab, das Lächeln meiner Yoni wiederzufinden, wurde mir schnell bewusst, dass ich mit meiner Weiblichkeit keinen Frieden finden würde, solange ich den weiblichsten Anteil in mir ablehnte.

Meine Periode war früher schmerzhaft und belastend. Ich behandelte sie als Tabu, schämte mich nach außen hin für alles, was mit ihr im Zusammenhang stand. Konnte Worte wie Vagina oder Menstruation kaum aussprechen.

Gleichzeitig empfand ich den Anblick meines Blutes immer schön. So kam es, dass mich die Mondblutmalerei fand. Und wie sie mich fand!

Schon mit dem ersten Tropfen Blut, den ich mit einem Pinsel aufs Papier setzte, durchflutete mich eine nie gekannte, tief erdende Sicherheit. Unsere Blutung wertzuschätzen, legt den essenziellen Grundstein für Selbstwert. Wenn wir lernen, das zu lieben, was wir am meisten an uns ablehnen, können wir alles an uns lieben.

Neben farbenfrohen Aquarellen widme ich mich also auch dem Malen mit meinem Periodenblut. Weiblichkeit ist nicht nur schön und zart, sie ist auch roh, naturverwoben und zyklisch.

Inspiration & Anker im Außen

Eine Schwester, die mich in den Arm nimmt, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme.

Wie sehr mich meine Umgebung beeinflusst, habe ich erst gemerkt, als ich allein wohnte und mir jeden Raum nach meinen Vorstellungen dekorierte.

Jede Muse, die entstand, war im Außen die Erinnerung daran, was in meinem Inneren heranwächst. Jede Vulva, die ich malte, war ein Liebesbeweis an meinen Tempel, den ich jeden Tag vor Augen hatte.

Auch wenn der Weg mal schwer war, ich hatte meine Schwestern, meine Matriarchinnen immer um mich herum. Musen, die mir zeigen, wie schön und vielfältig wir sind. Wie mutig und frei wir uns fühlen dürfen.

Darunter ist übrigens auch ein Foto von Frida Kahlo.

Und auch hier gilt: nichts muss festgelegt sein. Ich darf mich ändern, meine Räume dürfen sich ändern. Ich gestalte immer so – in den Farben und mit den Bildern – die mich jetzt gerade unterstützen.

Mein Atelier

Ich setze mich. Atme durch. Nehme den Pinsel in die Hand.

Mein Atelier ist kein abgetrennter Raum, in den ich nur zum Malen gehe, kein Ort am anderen Ende der Stadt. Mein Atelier ist Teil meines täglichen Lebens – es befindet sich mitten in meinem Wohnzimmer.

Ich male an einem Ort voller Pflanzen, bunter Farben, magischer Lichter, Lavalampenenergie. In dem Raum, in dem ich Yoga praktiziere, Tantra und Cacaoreisen mache, Ukulele und Trommel spiele.

Mein Alltag ist Bestandteil jedes kreativen Prozesses und meine Malerei Bestandteil unseres täglichen Lebens. Ich balanciere auf dem manchmal herausfordernden Pfad zwischen Mamasein für meinen Teenie, meiner Arbeit als Webdesignerin und dem weich fließenden Wirken als Muse und Künstlerin.

Vielleicht sind meine Bilder deswegen so tief und erfüllt, weil sie immer ein Ausdruck von allem sind. Kein gefilterter Anteil, sondern alles, was mich ausmacht. Nichts davon muss weg, alles steht für das Wesen von Weiblichkeit.